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Ältere und jüngere Geschwister – Juden und Christen

Noch immer ist, nicht nur bei Jugendlichen, das Wissen über Jüdinnen und Juden als „ältere Geschwister“ eher gering. Dieses Defizit geht jedoch mit einem großen Interesse einher, sich intensiv mit jüdischem Glauben und Leben in Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen, Verbindendes und Trennendes kennenzulernen. Die vorliegende Unterrichtseinheit, erschienen in RAAbits Religion, konzipiert für die Sekundarstufe I, lädt ein, einen sinnlichen Zugang zum Judentum zu wagen. Das Judentum bietet vielfältige Zugangsweisen, über das Kochen, die Musik, die Literatur. Ausgangspunkt dieser Reihe sind dabei die Erfahrungen und das Vorwissen der Lernenden in Bezug auf das Judentum, ihre Fragen und Interessensschwerpunkte. Deshalb erstellen die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eine Mind-Map. Ein Text hilft, Merkmale der jüdischen Identität zu definieren. Deutlich wird, wie sehr die Thora das jüdische Alltagsleben prägt. In einer zweiten, vertiefenden Arbeitsphase werden die Aussagen über ein Leben nach der Thora durch Bibeltexte konkretisiert und ergänzt. Anschließend lernen die Schülerinnen und Schüler die jüdischen Speisegesetze kennen. Sie erfahren was es bedeutet, koscher zu kochen. Beim Vergleich des jüdischen Jahres mit dem Kirchenjahr erkennen die Jugendlichen Verbindendes und Trennendes. Nach der Vermittlung elementarer Kenntnisse vergleichen sie in arbeitsteiliger Gruppenarbeit die beiden Kalender. Daran kann die Stunde über die jüdischen Feste anknüpfen, die ja auch im Neuen Testament eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere werden hier der Schabbat und seine Hintergründe vorgestellt. Bei Interesse können die Schülerinnen und Schüler nun einzelne Gerichte, die zur jüdischen Speise- und Festkultur gehören, nachkochen. Vor diesem Hintergrund kann nun die Person Jesu aus einem neuen Blickwinkel betrachtet werden. Vertiefend lernen die Schülerinnen und Schüler dann den Unterschied zwischen Tempel und Synagoge kennen und ergründen darüber hinaus, was es in einer Synagoge zu entdecken gibt. Aber wie wichtig sind die alten Bräuche für heutige Juden wirklich? Anhand eines Zeitungsartikels werfen die Schülerinnen und Schüler einen Blick auf die gegenwärtige Situation der jüdischen Gemeinden – die Reportage bietet sich als Ausgangspunkt für Forschungen im eigenen Umfeld an, am besten im Dialog mit der nächstgelegenen Gemeinde. Die Reihe schließt mit einer Klausur und einem Glossar.