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Strafrechtliche Betrachtung von Amokankündigung/-drohung

Die 14-jährige Schülerin S meldet sich bei der Schulleitung der Realschule. Sie überreicht einen Zettel, den sie vor dem Schulgelände von einer vermummten Person erhalten hat. Auf dem gefalteten Zettel steht folgender Wortlaut: "Moin ihr Arschlöcher! Heute ist euer Todesdatum! ICH LAUFE AMOK! 12:08:16!! Ich werde euch erledigen!“ Die Person entfernte sich anschließend unerkannt. Die Schülerin kann die Person wie folgt beschreiben: männlich, ca. 18 bis 20 Jahre alt, normale Statur, 185 bis 190 cm groß, helle Hautfarbe, maskiert (ähnlich Sturmhaube), langer schwarzer Mantel, Handschuhe, Rucksack. Die Realschule wird von etwa 500 Schülern besucht. Zum Zeitpunkt der Kenntnisnahme (11:05 Uhr) befinden sich 38 Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter der Schule auf dem Schulgelände. (Die Problemsituation ist einem Einsatz in einer Großstadt Nordrhein-Westfalens vom Dezember 2011 nachgebildet.) Wie können die beteiligten Lehrer und die Schulleitung – angemessen – auf diese Situation reagieren?